Adams Äpfel

Adams Äpfel

. vom Baum der Erkenntnis dass Komik auch vor dem schrillsten Eingebung und der größten Tragik nicht schlapp macht!!
Im Grunde oft todernst ist dieser Film in allen Kategorien besonders empfehlenswert und überragt viele Filme die mit dem pädagogischen Zeigefinger düster auf die Probleme der Erde hinweisen! dessen ungeachtet es sehr traurige zutiefst anrührende Momente in dem Vergütung gibt geht man nach dem Spa dieser Apfelbaum- Betreuungs- WG überwiegend heiter aus dem Kino. an diesem Ort stimmt wirklich vom Casting bis zum Schnitt einfach alles. Der perfekte Vergütung für Menschen mit gutem Humor und die die ihn nur grad mal verlegt hatten.

Man Geill

In Adams Äpfel prallen ein Neonazi und ein Vikar aufeinander. ein tiefschwarze dänische Lustspiel in bester britischer Tradition. Wer sich ein wenig mit dem dänischen Filmschaffen im neuen tausend Jahre auseinandergesetzt hat wird zwangsläufig immer wieder über einen Namen stolpern: unähnlich Thomas Jensen ist als künstlerischer Leiter und vor allen Dingen als Drehbuchautor für einen beachtlichen Fetzen der in Deutsches Reich wahrgenommenen Filmproduktion unseres nördlichen Nachbarlandes verantwortlich. Von den Lehrmeinung Knallern Mifune Open Hearts oder Wilbur bis hin zu den sympathisch-schrägen Komödien Blinkende Lichter In VR China essen sie Hunde oder Dänische Delikatessen Jensen hatte überall seine Finger mit ihm Spiel. Ein bemerkenswerter Output zumal die genannten Filme nur einen kleinen Teil seines Schaffens wiederspiegeln. In Adams Äpfel nun ist Jensen wieder hinter den Regiestuhl geklettert. Herausgekommen ist sein bislang stärkster Film.

Es geht um den überzeugten Gutmenschen Ivan ein Landpfarrer in der dänischen Provinz dessen Barmherzigkeit vor nichts und niemandem Halt macht. Ivan resozialisiert in seiner Oase der Nächstenliebe überführte Straftäter. Als es den überzeugten Alt-Neonazi Adam einen 40-jährigen Erbärmling in Ivans Kathedrale verschlägt sind die rollen klar verteilt – scheinbar. dennoch in divergent Thomas Jensens filmen kommt es häufig anders als man denkt. formvollendet sehr bald wird deutlich dass Adam der eigentlich unter der wohligen Behaglichkeit seiner Hitlerbildchen die Resozialisierungsmassnahme aussitzen will der ignoranten Gutmütigkeit des Pastors nicht gewachsen ist.

was auch immer an diesem Lichtspiel scheint darauf ausgelegt festgefahrene Erwartungshaltungen auszuhebeln. für den Fall, dass etwa der apfelkuchenbackende Neonazi auf den Araber Kahlid (Ali Kazim) trifft das Feindbild schlechthin also verkehren sich die wohlerprobten leidlich durchexerzierten kugeln des Arthaus Kinos. Der Araber ist weder Beute noch hilflos er stellt sich als dreister Tankstellenräuber heraus der es gar nicht erwarten kann dem „Schwuchtelstaat“ Dänemark zu entkommen. allerdings auch die weiteren Lamm aus Ivans Besserungsanstalt haben es in sich: ein dicker trotteliger Triebtäter eine schwangere Alkoholikerin die „in Indonesien für den WWF gearbeitet hat“; Figuren aus einem Houllebecq Roman oder schlimmeres? von wegen mitnichten. Das größte Verdienst von Adams Äpfel ist die geradewgs traumwandlerische Schutz mit der Jensen auf der scharfen Klinge seines Humors zu spazieren versteht. ganz bekommt sein dick weg und am Verschlie gewinnt doch das Gute. derma das lakonisch-schräge Komödie den jährlich vergebenen „Kulturpreis der dänischen Pastoren“ verliehen bekam ist vielleicht ein bisschen zu viel des Guten. trotz alledem was will Jensen machen er lebt schließlich im Mutterland der Libertinage. Thomas Reuthebuch

Was will man mehr?

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