Die Brücke von Remagen
üblicherweise bin ich kein Bekannter von filmen über den Zweiten WK schon gar nicht wenn diese aus Staaten stammen. nämlich die Amerikaner als glorreiche Sieger des Krieges neigen auch Jahrzehnte später gerne mal dazu dem europäischen oder gar deutschen Betrachter ihren übertriebenen Patriotismus fast propagandaartig unter die zu reiben. nicht jedoch in der Kontaktbolzen von Remagen.
Kurz vor Stunde Null kämpfen Krauts und Amerikaner um die letzte intakte Brücke über den Rhein. Krauts Generäle die offenbar in ihrem Hauptsitz fernab der Front jeglichen Sinn für die Realität verloren haben befehlen ihren hilflosen Soldaten die Brücke gegen die amerikanische Übermacht zu verteidigen um die versprengten Teile ihrer Armeen am Ostufer des Rheins sammeln zu können. Der desillusionierte Mj. Paul Krüger wird nach Remagen beordert um die Verteidigung der zu befehligen muss jedoch bald erkennen dass die versprochene Verstärkung nicht kommen wird. Zu allem Überfluss ist der für die Abriss der Kommandostand gelieferte Sprengstoff auch noch minderwertig was Krüger in eine schwierige Lage bringt da den Amerikanern die strategische Geltung der Brücke bewusst und deren Erstürmung befohlen wird. Ein erbitterter Schlacht um die Ludendorff-Brücke beginnt….
Das Bemerkenswerte an diesem Belag ist wie bereits erwähnt die fehlende Glorifizierung der Amerikaner. hierbei werden beide Seiten Amerikaner wie Krauts als kriegsmüde dargestellt die allerdings dem Willen ihrer übereifrigen Kommandeure unterworfen sind und daher weiterkämpfen müssen. In dieser Beziehung sind sich die beiden Hauptfiguren Paul Krüger und Phil Hartman nicht unbedingt authentisch dafür äußerst unterhaltsam gespielt von Robert Vaughn und Georgin Segal folglich sehr ähnlich. entweder sehnen sich nur ein Ende des Krieges herbei auf die eine oder die andere Weise. obwohl der Belag keinesfalls realitätsnah ist sind einige Szenen hervorragend gelungen unter anderem der fanatische Gegensatz der Wehrmacht gegen einen Antagonist der ihnen ressourcentechnisch unendlich überlegen ist die allgemeine Leiden und die sich in Schwächte und Keller flüchtenden Zivilisten.
Die Brücken von Remagen ist ein Anti-Kriegsfilm für all jene die etwas anderes sehen wollen als den kühnen amerikanischen Befreier in der sprichwörtlichen weißen Rüstung. non… authentisch dafür aber stimmungsträchtig und nachdenklich. Und ganz nebenbei ein toller unterhaltsamer Spielfilm. Vier Sterne dafür.
Man Geill
Güte Ami pusten jede Menschenmasse doofe Deutsche weg – so sieht es doch in den meisten amerikanischen Kriegsfilmen aus sogar bei “Der Soldat James Ryan”!
Dieser Film ist weit abseits von derartigem patriotischem Hurra-Gemetzel angesiedelt. Es geht um eine Kontaktbolzen über den Rhein – wo sich der Pipifax des Krieges gleich offenbart: frühest wollen die Ami sie zerstören die Deutschen sie halten. später wollen die US-Amerikaner sie erobern – und die Deutschen sie zerstören. dabei sterben auf beiden Seiten viele Soldaten. Wofür das dürfte sich deren über Kenntnisse verfügen entziehen.
Der Fotofilm schafft es eine bedrückende Lufthülle herüberzubringen: Flüchtlingsströme Volkssturmeinheiten die einen länst verlorenen Kampf führen und SS-Einheiten die vermeintliche Deserteure hinrichten. alle beide Seiten sind kampfesmüde auch bei den Amerikanern kommt kein Für-die-Freiheit-Gejubel auf. dieser melancholische Grundfarbton ebenso die Umstand daß dieser Streifen kein Happy-End haben kann hebt diesen Film aus dem sonstigen Kriegfilmbrei hervor.
Am Abschluss bleibt einem wirklich nur die Fund daß Krieg einfach nur bekloppt ist!
Was will man mehr?
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