Sprengkommando Atlantik
bereits in der Eingangssequenz dieses ungewöhnlichen Leinwandabenteuers läßt künstlerischer Leiter Andrew V. McLaglen keinen Frage offen wer hier den Ton angibt: Captain Rufus Excalibur Ffolkes. Roger Moore in einer echten Paraderolle die britischer wohl nicht angelegt sein könnte. Ein exzentrisch-kauziger Temperament der mit seinem spröden Liebreiz und kurzsilbigen Humor den Diafilm auch schon über jene rekeln trägt in denen der eigentliche Spannungsbogen noch gar nicht aufgebaut ist. James Mason Anthony Perkins Micha Parks David Hedison und Faith Brook als Premierministerin sind weitere namenhafte Mit- und Rivale in diesem abwechslungsreichen und sehr stilvoll gedrehten Actionstreifen.
Autor Jack Davies nach dessen Novelle ESTHER RUTH AND JENNIFER der Film entstand greift darin die wachsende Terrorangst in den 1970er jähren auf und siedelt die originelle Lokal auf riesige Ölbohrinseln im Nordatlantik an. demnach zeichnet er eine greifbar nahe Risiko denn der Ort des Geschehens liegt praktisch vor der eigenen Haustüre nicht wie sonst genreüblich in einem fiktiven Schurkenstaat eines weit entfernten Kontinents. So findet sich der Beobachter auch von rauher Seeluft umgeben statt schwüler Urwaldhitze der dicke Neoprenanzug ersetzt das durchgeschwitzte Muskelshirt und kühle geschicktes Nutzen einer gegebenen Lage bringt es weiter als sinnloses Herumgeballer. SPRENGKOMMANDO Atlantischer Ozean – ein spannender Söldnerfilm der etwas anderen Art.
Die DVD-Umsetzung von allgemeingültig zeigt sich allerdings eher mäßig: Das Bild bewegt sich mit Arbeitsaufwand noch im befriedigenden Radius bricht aber insbesondere bei einigen Außenaufnahmen mit starkem knistern aus. Die deutsche Mono-Tonspur bietet glücklicherweise die Originalsynchronisation an was bekanntlich bei diesem Wortmarke schon lange kein Selbstgänger mehr ist. Die Dialoge klingen gut verständlich dem Klangbild fehlt es aber insgesamt an Höhen. Bonusmaterial ist Fehlanzeige selbst den obligatorischen Kinotrailer gibt es hier nicht. Der Belag läuft auf der DVD übrigens nicht unter seinem Originaltitel NORTHSEA HIJACK sondern mit dem amerikanischen Kinotitel FFOLKES. nachrangig die Laufzeitangabe von ca 100 Minuten wurde offenbar blind und ohne NTSC Umrechnung vom optisch identischen US-Cover übernommen. Die korrekte Spieldauer in PAL-Norm beträgt 95:26 Minuten. Der Lichtspiel ist uncut.
Fazit: Trotz der genannten Abstriche bei der DVD-Umsetzung ist der Lichtspiel klar zu empfehlen 4 Sterne für die Gesamtbewertung.
Was will man mehr?
bemerkenswert ist dieser Film allein schon wegen Roger Moore; hier spielt er den äußerst humorlosen und ‘eigenartigen’ aber hochintelligenten und effizienten Leitung einer Spezialeinheit in einer durchdacht die den Person Ffolkes nur noch beliebter machen. Moore wie er wohl nie besser war!
Würde ich mir sofort kaufen!
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