The Book of Eli
Mitte letzten Monats ist ein Film in unsere Kinos gekommen, der die Herzen eines alten Mad Max Fans höher schlagen lässt. Zerstörte Gesellschaften, endlose Wüsten und skrupellose Banden, die den Überlebenden das Leben schwer machen, sind die Eckpfeiler, eines jeden postapokalyptischen Endzeitfilms.
Doch lohnt sich der Gang ins Kino für „The Book of Eli“?
Das Portmonee grade durch Briefgold aufgefüllt, kann ein Besuch ja sicher nicht schaden.
Für die Darstellung des Szenarios bedienen sich die Regisseure Albert und Allen Hughes an allen Klischees eines Endzeitdramas. Da ist der einsame Held, der durch die Wüste wandert und die wildesten Kampfkünste beherrscht, der Antagonist ,der durch Skrupellosigkeit Geld und Macht hat und natürlich, wie kann es anders sein, die unterdrückte Frau in den Fesseln des Bösewichts.
Ohne groß den Inhalt zu spoilern, kann man den Film darin zusammenfassen, dass der Protagonist Eli ein Buch besitzt, welches der Antagonist Carnegie besitzen möchte – Eli will es aber, ohne einen wirklichen Grund, nach Westen bringen, denn dort wird es seiner Meinung nach gebraucht.
So fehlt dem Film ein wenig Hintergrund, weswegen der Zuschauer nicht weiß, warum überhaupt eine Endzeitstimmung herrscht – es wird lediglich einmal „der große Krieg“ erwähnt. Viel Interpretationsspielraum lässt der Film auch nicht – Eli geht Richtung Westen, kämpft gegen alle die ihn aufhalten möchten, erreicht sein Ziel, Film vorbei.
Fans des Endzeitgenres und alle die actiongeladenes Kino suchen, sind hier sicherlich nicht verkehrt, allerdings darf man definitiv keine lyrische Seelenwanderung erwarten. Ist der Geldbeutel durch Bruchgold Verkauf an Briefgold gut aufgefüllt, darf man mit Sicherheit einen Besuch riskieren.