Verdi – Rigoletto

Verdi - Rigoletto

lieber gibt es dazu nicht zu sagen. Die bildliche Permutation wirkt in einigen Szenen gekünstelt und überladen. Ich finde jedoch dass dies sehr gut zu der Musikdrama Rigoletto passt.
Edita Gruberova als Gilda ist eine glatte Fehlbesetzung. Gilda eine wohl behütete junge Ehegattin fast noch ein Mädchen das ihre erste (starke) Zuneigung erlebt und an einen rücksichtslosen Verführer gerät sollte nicht von einer Frau gespielt werden die locker als Gildas Mami durchginge. Gruberova wirkt wie eine auf jung getrimmte Matrone. weshalb man dafür nicht eine Schauspielerin engagiert und von Edita Gruberova synchronisieren ließ (was bei Opernfilmen durchaus die Brauch ist) ist mir ein Rätsel.
Jetzt aber Schluss mit der negativen Kritik. Die Musik die abstimmen und die gesamte Aufführung sind ein Erlebnis erster Güte. Das Finale ist so toll umgesetzt dass ich jedes Mal eine Hühnerhaut (schweiz., österr.) bekomme wenn es beginnt.
5 Sterne sind eigentlich zu wenig für den Film als gesamtes aber wegen der Inbesitznahme der Gilda doch angemessen.

Man Geill

Die Operngeschichte Italiens im 19. zehn Dekaden ist weitgehend eine Geschichte der Note — so auch im Falle von Giuseppe Verdis Oper Rigoletto. Im Attraktion der Handlungsschema steht ein lüsterner junger Gebieter (im Urtext war Franz I. von Französische Republik gemeint) der allen sparsam umgehen des Landes nachstellt so auch der Tochter seines buckligen Hofnarren.

bereits das Libretto das auf dem wirkungsvollen Stück von Victor Hugos Le roi s’amuse basiert sorgte für helle Aufregung. Die österreichische Zensurbehörde reklamierte dass ein regierender Regent nicht als Wüstling auf der Boden erscheinen dürfe. Verdi musste demzufolge König Franz I. durch einen Fantasie-Herzog von Mantua ersetzen zudem Ort und Zeitraum der Handlung verlegen. non… mehr der Fürst sondern die tragische Gestalt des Hofnarren rückte jetzt in den Mittelpunkt der Oper. Ein Krüppel als Titelheld einer Oper: analog das war eine Sensation. nicht ohne Schalk gab der listige Verdi seinem Hofnarren den Namen Rigoletto — eine lautliche Wandlung von Triboulet dem berühmten narren am Hofe Franz I.. Die Erstaufführung im dritter Monat des Jahres 1851 in Venedig wurde ein großer Triumph. zu Gunsten von Verdi war es der Durchbruch zum Weltruhm.

seitdem hat es etliche Inszenierungen gegeben wobei die meisten von ihnen dem traditionellen romantischen Milieu verhaftet blieben. Vor etwa 20 jähren kam es zu einer Neu-Bewertung des Dramas. Die tragische Vater-Tochter-Beziehung rückte in den Vordergrund die verhängnisvolle (starke) Zuneigung zwischen Rigoletto und seiner Tochter Gilda: zum einen will er seine Tochter vor dem Verführer beschützen andererseits trägt er eine Mitschuld an ihrem Untergang.

So auch in diesem für DVD-Technik aufbereiteten Spielfilm der 1983 unter der Regie von Jean Pierre Ponnelle produziert wurde. Ponelle greift zu einem Trick. Er lässt die Klamotte aus der Gesichtspunkt des alten Rigoletto rekapitulieren und wählt dabei ironischerweise das echte Mantua als Drehort. keineswegs immer gelingt es dem Dirigenten Riccardo Chailly musikalisch das erforderliche Pathos aufzubringen und die tragischen Untertöne des Dramas glaubwürdig zu zeichnen. Er scheint zu mitgerissen von der verdischen Töne denn die Tempi sind oft zu rasch genommen.

Kompensiert wird dies allerdings durch herrliche Bühnenbilder und fabelhafte Solisten: allen voran Ingvar Nixell in einem vielschichtigen Portrait des tragischen Hofnarren Rigoletto Edita Gruberova als Gilda und schließlich Luciano Pavarotti als Herzog von Mantua. sein Akt ist wahrlich ein Meisterwerk sowohl stimmlich als auch schauspielerisch gesehen. elegant verführerisch nonchalant gibt er sich man sieht ihm an wie sehr ihm die Rolle Spaß macht. klein gesagt: Er ist einfach großartig!

Würde ich mir sofort kaufen!

Verdi – Rigoletto jetzt online kaufen …

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.