Jacques Offenbach – Orphée aux Enfers
Mit dieser Aufführung von Offenbachs Orpheus ist dem Spielleiter Herbert Wernicke ein großer Wurf gelungen. Ein Orpheus weit ab von jeder Operetten-Seeligkeit. an diesem Ort kommt die von Offenbahch intendierte Gesellschafts-Satiere wieder zum Vorschein. au scheint Wernicke Offenbach sehr genau studiert zu haben. So läßt er wie im Libretto vorgesehen den Höllenhund ebenso auftreten wie er ganz in der von Offenbach selbst einige kugeln (hier die Öffentliche Hinsicht und John Styx) von Schauspielern verkörpern läßt. doch auch die Gesangssolist werden Schauspielerisch gefordert. Ein besonderes Kabinettstückchen ist der Szene Merkurs der hier Mr. Bean verblüffend ähnlich sieht während Juno Ähnlichkeiten mit Dame Edna aufweist. Der Gesangssolist des Orpheus spielt selbst die Geige wie das auch Offenbachs Protagonist einst getan hat. Das ganze Ensemble ist mit Schwung bei der Sache und liefert eine musikalisch tadellose intelligente Inszenierung in der auch der Spaß nicht kurz kommt. unzweifelhaft zu empfehlen!
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