08/15, 1. Teil

08/15, 1. Teil

Tja genau wie das Heft von Kirst ist der Film heute wohl schon ein Klassiker und die Jitter (Netzwerk) auf DVD einfach fällig gewesen. Ein wenig neugierig hat mich die Offenlegung der rekonstruierten Neuauflage gemacht. danach noch mehr Belag als vorher. Naja das ist zwar der Angelegenheit gewesen aber die zusätzlichen Szenen sind doch recht mager gewesen. Die DVD ist leider nur unwesentlich länger als jene Fassung die die öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten vor einiger Uhrzeit gezeigt haben. Am interessantesten und wohl auch am längsten war jene Aufzug in der Asch die fehlenden Patronen bei seinem Vati in der Klause verliert und seine zukünftigen Absichten damit kundtut.

Ansonsten kann man natürlich keine großartigen Extras erwarten bei einem Schicht der schon so in die Jahre gekommen ist. Der Ton ist mono die Bildqualität aber sehr ansprechend. Es gibt einige (ich meine 6-7) Trailervorschauen auf teilweise ältere S/W Filme (Die Brücke Der dritte Kerl Rom – offene Gemarkung …) aber auch auf zwei Farbfilme (Steiner I und II). Gewürzt wird das ganze von Starinfos der Hauptdarsteller (aber nur von Asch Vierbein Lore Schulz dem Hauptwachtmeister Schulz und dem Regisseur Paul May). fesselnd ist hier vielleicht das Fuchsberger im WK 2 tatsächlich Gefreiter bei den Fallschirmjägern gewesen ist und der in seiner Möbelrolle als Hauptwachtmeister Schulz unübertreffliche Emmerich Schrenk ebenfalls 5 Jahre lang diesen Qualität (bzw. Dienststellung)als Spieß in der Deutschen Wehrmacht inne hatte. Ergänzt wird das ganze durch einige nette Bildchen (Kinoplakate) und mit einem Interview mit dem Kameramann Hölscher der hier einige seiner besten Tricks bekannt gibt. Das ganze ist sehr nett und aufschlussreich gemacht. bedauerlich aber das hier nicht noch Joachim Fuchsberger zu Satzteil kommt immerhin war das der Hauptdarsteller und wie wohl bekannt ist weilt er immer noch unter den Lebenden.

Der Film selbst ist schnell erzählt. Es geht um die beiden sehr unterschiedlichen Freunde Asch und Vierbein. im Verlauf der Gefreite Asch mit allen wässern gewaschen ist ist sein Freund Kanonier Vierbein der angebliche Nichtskönner und krümmste Hund der Kompanie. Den Ausbildern angespitzt von Hauptwachtmeister Schulz macht es ein ziemliches Vergnügen Vierbein zu schikanieren. hinter einer dieser Schikanen fasst Vierbein den Entschluß sich umzubringen. Er lässt sich auf dem Schießstand die Geschoss aushändigen verschwindet im Gebüsch und wird von Asch der seinen Gefährte vermisst am Suizid gehindert. jene Erfahrung und die ganze Dumpfheit der Unterrichtung veranlassen Asch zu einer Unruhe gegen seine Vorgesetzten. Hinzu kommt das die Geschoss welche Vierbein empfangen hat in der Schießkladde nur einmal vermerkt ist. Vierbein hat aber zweimal 6 Schuß empfangen da Asch ihm den ersten Ladestreifen bei dem Selbstmordversuch entwendet hat. Als dann nach einiger Weile in der Kaserne die ersten Schüsse auf die Vorgegebenen abgegeben werden eskaliert die Umstand und eine Meldung nach der anderen wird verfasst. Da erweist es sich hinterher als Segen wenn man einen Batterieführer wie Major „Knollengesicht” Luschke hat.

Fazit: Der Film ist spitze und ohne jede Fragestellung empfehlenswert. zweitrangig wenn sich zum Schluß hin alles mehr oder weniger in Faszination auflöst ist das ganze eine „runde Sache”. Die Schauspieler agieren ohne Eigenart sehr gut und ich denke das damalige Feeling ist gut rübergebracht worden.

Man Geill

“Nullachtfünfzehn” war für die deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges ein geflügeltes Wortmarke bei dessen Benutzung jeder wusste was damit gemeint war: ständig wiederkehrende Routinehandlungen Typen Ereignisse Schikanen und Quälereien die man nicht hinterfragte weil sie zum Tretmühle gehörten. Und genau darum geht es in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Hans Hellmut Kirst unter der Regie von Paul May.

Kirst während des gesamten Dritten Reiches Berufssoldat verarbeitete in seiner Romantrilogie seine Erlebnisse beim “Barras” und landete damit zu Auftakt der 50er-Jahre einen sensationellen Erfolg. Es entwickelte sich jedoch auch eine kontroverse Austausch weil viele ehemalige Landser den Rauschmittel als 1:1-Dokumentation ihrer Erfahrungen ansahen eine konservative Opposition aus den trudeln ehemaliger Wehrmachtsoffiziere ihn hingegen als Offensive auf ihren “Stand” empfand. ein Erkenntnisaustausch in die sich sogar der damalige Bundesminister Franz Josef Strauß einschaltete.

getreu groß war das Wichtigkeit der deutschen Filmwirtschaft an einem Skript zu 08/15 dessen Umsetzung dann in den jähren 1954-1956 als Dreiteiler mit großem Aufsteller (schweiz.) in deutschen Lichtspielhäusern aufgeführt wurde. Die jetzt vorliegende DVD-Edition präsentiert sich als aufwendig rekonstruierte Langfassung die mit umfangreichem Zusatzmaterial ausgestattet ist. zu diesem Zweck gehören ein Bewerbungsgespräch mit Kameramann Heinz Hölscher Produktionsnotizen Starinfos Filminfos und Fotogalerien.

Der erste Gegenstand der drei Werke erzählt die Erzählung des Rekrutenjahrgangs 1938/39 der auf dem heimischen Kasernenhof in unmenschlichster weltklug gedrillt wird. seither den Zeiten preußischen Kasernenhofdrills hat sich offenbar nicht viel geändert und Schleifer wie Schulz oder Platzek suchen sich im Kanonier Vierbein das schwächste Pimmel der Kette zur besonderen Psychoterror am Arbeitsplatz heraus. Als Vierbein beim Robben durch den Schmand einen Kollaps erleidet und dafür lediglich den Verhöhnung seiner Ausbilder erhält fühlt sich sein Kumpan Gefreiter Asch (Joachim Fuchsberger) auf den gerade gerufen. Er will dieser unmenschlichen Schufterei ein Schluss machen und scheint ein Rezept dafür gefunden zu haben.

direkt versucht er seine Vorgesetzten bei ihrer eigenen Fehlerhaftigkeit anzugreifen: Dem Küchenunteroffizier weist er betrügerische Schmälerung der Rationen nach Schleifmaschine Platzek hat er mit Fehlern bei der Munitionsabrechnung in der Pranke und den Brigadeführer bringt er durch permanente Provokationen in Bredouille. Als sich diese drei beim zuständigen Kommandeur über Asch beschweren sieht dieser jedoch lediglich die Insuffizienz seiner Unteroffiziere und befördert Asch — wie vorgesehen — selbst zum Unteroffizier. Aschs kleine Revolte gegen das grausame Ausbildungssystem scheint sich ausgezahlt zu haben. Als der Streifen endet werden die Rekruten auf dem Kasernenhof mit Hitlers Rede in den Zweiten Weltkrieg geschickt.

Dieser kauf lohnt sich wirklich

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