Anatomie einer Entführung

Anatomie einer Entführung

imposant die Besetzung dieses Entführungs-Dramas lässt einen aufhorchen. Da tummeln sich Hollywood-Größen wie Robert Redford und Willem Dafoe neben der erst unlängst Oscar-prämierten Helen Mirren (“The Queen”). leider Gottes kämpft der Film aber dennoch um einen Spannungsbogen den der geneigte Publikum bei dem vordergründig kriminalistischen Problematik einer Flugzeugentführung zumindest erwarten dürfte.

Der Millionär Wayne Hayes (Robert Redford) führt seit 30 jähren eine ganz alltägliche Ehe mit seiner Fr. Eileen. Als er eines Morgens zu seiner Arbeit aufbricht ahnt er noch nichts Teufelei als auf einmal ein Gemahl auf seinen wägen zugestürmt kommt. offensichtlich hatten die beiden schon mal zu tun denn der Kerl stellt sich als Arnold Mack (William Dafoe) vor und nutzt den Moment der Ratlosigkeit Hayes um ihn zu entführen…

Von nun an führt der Diafilm den Publikum auf zwei Ebenen. indem daheim Eileen und die angereisten Blagen mit dem FBI die weitere Prozedur überlegen setzt sich der Millionär in tiefgründigen Gesprächen mit der Person und der Geschichte des offenbar verzweifelten Entführers auseinander. Die schauspielerischen Leistungen Redfords und Dafoes wirken solide und glaubhaft. Man nimmt ihnen die Figuren ab auch wenn Redford gewohnt forsch agiert und so einen Gegenpunkt zum ruhigen Spiel Dafoes setzt. In den Schatten gestellt werden beide aber von der exzellenten Helen Mirren die die verletzte und betrogene Ehefrau souverän spielt.

All die Charakterstudien in ehren vermisst der Betrachter jedoch einen Spannungsbogen. Der Film hat ganz eindeutig Längen und wer einen spannenden oder kriminalisitschen Film erwartet der ist wohl auch der Mogelpackung des Titels aufgesessen. So langweilt sich der Zuschauer beizeiten und der Knüller der Geschäft ist auch bereits nach etwa der Hälfte des Films durchschaut.

Fazit
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Eine Top-Besetzung und eine tolle Helen Mirren reichen eben noch nicht um diesen handlungsarmen Diafilm aus dem Mittelmaß herauszuheben. Spätestens ab der Hälfte fragt man sich als Betrachter wie es möglich sein kann dass ein 91-Minuten-Film so viele gefühlte Längen aufweist.

Wünsch ich mir schenkt es mir

Wayne Hayes ist ein Gatte gehobenen Alters lebt mit seiner Frau in einer Schloss und führt im Grunde ein Traum-leben. Eines Tages wird er von seinem Ex-Angestellten Arnold entführt der ihn in die Wälder führt und behauptet er solle Wayne an Leute übergeben die ihn engagiert haben. Waynes Frau alarmiert die Freund und Helfer und fortan wartet sie mit ihren Kindern zusammen auf Lebenszeichen oder Lösegeldforderungen der oder des Entführers.

Was beginnt wie ein typisches Entführungs-Drama bietet jedoch viel mehr. Wayne beginnt mit dem Geiselgangster zu sprechen während er von diesem durch den Tann geführt wird. So erfährt dieser daß Arnold das Mammon benötigt um seinem kärglichen dasein zu entfliehen und auch über Wayne erfährt man zB daß er eine Affaire gehabt hat trotz seiner grossen (starke) Zuneigung zu seiner Frau. disponibel kommt nicht nur eine Art Gunst zu dem entführer auf es findet auch ein wahres wechselbad der Gefühle statt. Mal ist Arnold stolz auf seinen ehemaligen Chef der es zu so viel gebracht hat und der trotzdem nett zu allen gewesen ist mal merkt man ihm eher seinen neid auf das tolle leben seines Diskutant an. fernerhin Wayne hat Besorgnis vor dem was kommen mag wenn Arnold ihn an die Männer übergibt die ihn angeblich engagiert haben wayne zu entführen. Mit Arnold versteht er sich recht gut er macht anscheinend nur seinen Job aber höchst wahrscheinlich ist es trotzdem so verzeweifelt daß er Wayne erschiessen würde bei einem Fluchtversuch.

Gut umgesetzt wurde auch ds Spiel daß sich zu Hause abspielt. In einer ungewöhnlich (ungewöhnlich für einen Fim dem ich soetwas garnicht zugetraut hätte) melancholischen Art sieht man die Tussi in einer trotzdem sehr gefassten art und weise um ihren Herr bangen und zu jeder Zeitpunkt wird die (starke) Zuneigung deutlich die die beiden- trotz der affaire des wayne mit einer jüngeren Mitarbeiterin vor einigen jahren- verbindet. dabei ist waynes weiblicher Mensch hin-und hergerissen ob sie den Anweisungen der Freund und Helfer folgen soll die ihren mann manchmal geradezu in gefahr zu bringen scheinen oder ob sie auf ihr gefühl hören soll.

Ob wayne wirklich von arnold an die entführer übergeben wird und ob er frei kommt möchte ich an dieser stelle nicht verraten. Es gibt jedenfalls eine kleinere überraschende Revolution in der Vergangenheit zum Schluss hin und ein für mich eh überraschenden Schluss.

Toll fand ich ebenfalls wie die Liebe von wayne zu seiner Tante trotz der nicht ganz volkommenen Ehe immmer wieder in den Blickpunkt rückt.

Ein sehr gefühlvoller Vergütung mit melancholischem unterton der jedoch einen äusserst guten nachgeschmack hinterlässt.

Und an alle jüngeren und jung-gebliebenen: Nur etwas für ältere ist dieser film ganz sicher nicht trotz der Protagonisten im höheren Alter. ich bin um die 20 jahre und habe diesen Diafilm gern gesehen!

Was will man mehr?

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